LOUD Discourse. ›Linked Open Usable Data‹ (LOUD)-basierte Dokumentation zur Entwicklung typologischer Ordnungen am Beispiel archäologischer Keramikforschung

LOUD Discourse. ›Linked Open Usable Data‹ (LOUD)-basierte Dokumentation zur Entwicklung typologischer Ordnungen am Beispiel archäologischer Keramikforschung

Im Zentrum des Vorhabens steht die anwendungs­orientierte Untersuchung der Potenziale von Semantic-Web-­Technologien für die Dokumentation und Erweiterung von geisteswissenschaftlichen Diskursen bei der Objektbestimmung. Objektbestimmungen stehen u. a. im Mittelpunkt typologischer Untersuchungen von Gegenständen des Haus- und Handwerks wie auch der kunsthandwerklichen Produktion.

Bei Objekten, die in großer Zahl und ­Vielfalt hergestellt wurden, wie dies insbesondere auf Gebrauchs- und (bezogen auf bestimmte archäologische Epochen) Grabkeramik zutrifft, hat sich die Dokumentation mittels technischer Zeichnungen etabliert. Diese Zeichnungen stellen daher ein zentrales Argument des wissenschaftlichen Diskurses dar.

Das Vorhaben strebt die digitale Veröffentlichung vollständiger Keramikaufnahmen an, bei der jede Objektzeichnung individuell per URI (Uniform Resource Identifier) adressiert und nachgewiesen werden kann. Auf diese Weise können die Zeichnungen sowohl als Referenzen von Typbegriffen verwendet werden, als auch die Überprüfung und Zusammenführung bekannter Typbegriffe ermöglichen. Verknüpft werden sollen so die wissenschaftlichen Bezeichnungen, die von der Forschung nach Art kontrollierter Vokabulare genutzt werden, und die technischen Zeichnungen von Keramikgefäßen und -fragmenten.

Anhand des konkreten Fallbeispiels werden die Potenziale der Semantic-Web-Technologie zur Dokumentation des Diskurses auf Ebene der einzelnen Objektbestimmungen untersucht, die anschließend als Grundlage weiterführender Aussagen etwa zur Datierung einer Objektgruppe oder ihrer kulturellen Deutung dienen.

Projektbeginn
01.03.2020

Forscher

Kontakt
Dr. Anne Klammt

Dr. Anne Klammt

Forschungsleiterin / Verantwortlich für Digital Humanities
Telefon +33 (0)1 42 60 89 50