Aktuelles

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DADA im LULLY

Die große Herbstausstellung »Dada Africa, sources et influences extra-occidentales« des Musée d’Orsay im Musée de l’Orangerie vom 18. Oktober 2017 bis 19. Februar 2018 nimmt die Bibliothek des DFK Paris zum Anlass, seinen Lesern und Leserinnen in einer Sonderaufstellung eine Auswahl ihrer umfassenden Bestände zu Dada vorzustellen.

Seit seiner Gründung sind die Künstler im Umfeld von Dada im Herzen der Forschung am DFK. Max Ernst, der zusammen mit Johannes Baargeld und Hans Arp 1919 die Kölner Dada-Gruppe gründete, war bis 2013 die »Forschungsstelle Max Ernst« gewidmet. Heute werden zusammen mit dem Labex »Le surréalisme au regard des galeries, des collectionneurs et des médiateurs, 1924–1959 « Arts H2H am DFK Paris die Händler, Sammler und Vermittler des Surrealismus erforscht.

Die Ausstellung ist die französische Etappe der 2016 im Züricher Museum Rietberg und dann in der Berlinischen Galerie gezeigten Ausstellung »Dada Afrika«, deren Katalog „Werke u.a. von Hans Arp, Hugo Ball, Johannes Baader, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, John Heartfield, Hannah Höch, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Ernst Ludwig Kirchner, Rudolf Schlichter, Man Ray, Hans Richter, Sophie Taeuber-Arp, Tristan Tzara sowie von namentlich unbekannten Künstlern aus Afrika, Ozeanien und Asien“ zeigt. Für den deutschsprachigen Katalog samt Aufsatzerschließung sowie weitere Literatur zu Dada siehe unseren Verbundkatalog www.kubikat.org.

Bitte merken Sie sich diesen Termin vor: Am 23. Januar 2018 wird im Musée de l‘Orangerie und im DFK Paris der in Kooperation mit dem Musée d’Orsay konzipierte Studientag »Dada. Hybridation et sources extra occidentales« stattfinden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Hôtel Lully & wünschen wie immer „Bonne lecture“!

Ihr Bibliotheksteam

 

Sammelschwerpunkt „Dissertationen“

Mit seiner Spezialbibliothek zur deutschen Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte bietet das DFK Paris den Leser/-innen in Frankreich einen Überblick über aktuelle Forschungstendenzen in Deutschland. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Bereitstellung von Dissertationen, die an einer deutschen Hochschule abgeschlossen wurden. Zahlreiche Publikationsreihen der deutschen kunsthistorischen Institute bieten Doktoranden/-innen Publikationsmöglichkeiten, hierin vergleichbar den zahlreichen „presses universitaires“ in Frankreich – und unterstützen den Abschluss des Promotionsverfahrens durch die erforderliche Veröffentlichung der Dissertation.

Für eine Übersicht der an deutschen Hochschulen begonnenen oder abgeschlossenen Dissertationen siehe die Forschungsdatenbank ARTtheses des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (www.arttheses.net). E-Dissertationen gehören auch in Deutschland mittlerweile zu den anerkannten Publikationsmöglichkeiten und werden über die Server der einzelnen Universitäten bereitgestellt. Für den Fachbereich Kunstgeschichte sind E-Dissertationen auch im Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz-Paris-München-Rom kubikat nachgewiesen und dort kostenlos einsehbar (siehe www.kubikat.org).

Eine Auswahl der seit 2000 in deutschsprachigen Verlagen erschienenen Dissertationen zur Kunst Frankreichs und den deutsch-französischen Kunstbeziehungen sind zurzeit im Lesesaal der Bibliothek ausgestellt. Die Themen reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Viele der Dissertationen entstanden im Rahmen einer Förderung durch das DFK Paris, darunter Sabine Witts Arbeit zu den „Skulpturen der Sluter-Nachfolge in Poligny : Stiftungen und Hofkunst in der Freigrafschaft Burgund unter den Herzögen aus dem Hause Valois.“ (Didymos-Verlag,  2009), Yvonne von Croÿs Forschungen „Das Hôtel de Galliffet (1784 - 1792): Pariser Baupraxis und Ausstattungskunst am feudalen Privatbau des ausgehenden Ancien Régime.“ (Georg Olms Verlag, 2014) oder auch Kerstin Thomas in der institutseigenen Reihe Passagen/Passages erschienene Dissertation „Welt und Stimmung bei Puvis de Chavannes, Seurat und Gauguin“ (Dt. Kunstverlag, 2010).

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Besuch in unserer Bibliothek.  

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Das Bauhaus im Hôtel Lully

Parallel zur Ausstellung »L’esprit du Bauhaus« im Musée des Arts décoratifs in Paris vom 19. Oktober 2016 bis 27. Februar 2017 bietet die Bibliothek des DFK Paris in ihrem Lesesaal eine Zusammenstellung von Teilen ihrer umfassenden Bestände zum Bauhaus und anverwandten Themen.

Grundstock dieses lebendigen Sammelschwerpunktes ist die private Forschungsbibliothek von Hans Maria Wingler (1920-1984), dem Gründer des Bauhaus-Archivs (1960), deren Ankauf bereits kurze Zeit nach der Gründung des DFK Paris erfolgte.  Während der wissenschaftliche Nachlass und die Korrespondenz Winglers sich als Hans-Maria-Wingler-Archiv im Berliner Bauhaus-Archiv  befinden, hält die Bibliothek des DFK Paris zahlreiche Bücher zu den Kernthemen von Winglers Forschungen vor: Diese umfassen neben dem Bauhaus – darunter die Bauhausbücher im Original – auch die expressionistische Malerei. Oskar Kokoschka zeichnete für ihn ein Ex Libris, das sich mit Autographen in vielen Büchern Winglers befindet.

Das Jahresthema »Das Bauhaus und Frankreich 1919–1940 / Le Bauhaus et la France 1919–1940« (2000/2001) förderte die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der »Sammlung Wingler«, deren Themenvielfalt bis heute die Sammelstrategien der Bibliothek des DFK Paris prägt. Oder, wie es der Bauhaus-Schüler Hannes Neuner (1906-1978) anlässlich der Ausstellung »Hannes Neuner und seine Grundlehre. Eine Weiterentwicklung des Bauhaus-Vorkurses« [1973] in seiner Widmung an Hans Maria Wingler schrieb: »… dass dies alles zusammengestellt werden konnte – danken wir Herrn Wingler!«

Bonne lecture wünscht Ihnen Ihr Bibliotheksteam!

Für Literatur zum Bauhaus und/oder Hans Maria Wingler siehe www.kubikat.org

 

Grid imageDas Bauhaus Hans M. Wingler
Grid imageWidmung von Hannes Neuner an Hans Maria Wingler
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Schenkung Klaus Berger (1901-2000)

Margaretta C. Berger, Tochter des 2000 in Paris verstorbenen Kunsthistorikers Klaus Berger, hat der Bibliothek des DFK Paris im Sommer 2016 Teile der Privatbibliothek ihres Vaters geschenkt.

1901 in Berlin geboren, studierte Klaus Berger in München, Berlin, Heidelberg und Göttingen unter anderem bei Heinrich Wölfflin, Adolph Goldschmidt und Paul Frankl. 1925 promovierte er über das « Problem der Entwicklung in der modernen Kunstwissenschaft. Erster Teil: Wölfflins Formauffassung und ihr Umkreis » bei Moritz Geiger, eine Dissertation, die 1924 in Auszügen im Jahrbuch der Philosophischen Fakultät Göttingen publiziert wurde. Von 1926 bis 1928 war er als Assistent an der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg in Hamburg tätig. Als SPD-Mitglied verlor Berger seine Stelle als Bibliotheksrat in Berlin bereits im Juli 1933 und emigrierte zunächst nach Paris, 1941 dann in die USA. 1946 arbeitete er als Mitarbeiter des „Monuments and Fine Arts Office“ der US-Militärregierung in Bayern (OMGUS) - die Unterlagen der OMGUS sind in der von der Max Weber-Stiftung erworbenen Datenbank „Fold3 - Holocaust Collection“ im DFK Paris einzusehen. Von 1947-1970 war Klaus Berger am Art History Department der University of Kansas tätig und übersiedelte dann wieder nach Paris, wo er sein Buch über den Japonismus in der westlichen Welt vorbereitete (erschienen 1980).*

Die Schenkung Klaus Berger spiegelt mit zahlreichen Klassikern der deutschen Kunstgeschichte, mit Literatur vor allem zur französischen Malerei des 19. und Kunst des 20. Jahrhunderts wie auch zu Fragen des Exils die wissenschaftlichen Interessen und den bewegten Lebensweg dieses deutschen Kunsthistorikers wider. Wir danken Margaretta C. Berger und ihrem Sohn Nicholas für ihre großzügige Schenkung und freuen uns über die bedeutende Bereicherung unserer Bibliothek.

Für Literatur von und über Klaus Berger siehe www.kubikat.org.

*Lit.: Ulrike Wendland, Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler, 2 Bde., München 1999, Bd. 1, S. 39-42.

Paula Modersohn-Becker zurück in Paris! 

 

Vom 7. April bis zum 21. August 2016 zeigt das « Musée d’Art moderne de la Ville de Paris » die erste monographische Ausstellung mit Werken von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) in Frankreich. Fasziniert von Paris und den Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, kam die expressionistische Malerin viermal in die französische Hauptstadt und begegnete hier zahlreichen, von ihr bewunderten Künstlern, darunter Rodin, Cézanne, Gauguin, Douanier Rousseau, Picasso und Matisse.

Parallel zur Ausstellung präsentiert die Bibliothek des DFK Paris in einer Sonderaufstellung im Lesesaal (im Hôtel Lully) ihre umfangreiche Sammlung an Literatur zu dieser außergewöhnlichen Malerin. Hinzu kommen zahlreiche Ausstellungskataloge und Arbeiten zur Künstlerkolonie in Worpswede, dem kleinen Dorf vor den Toren der Stadt Bremen, in dem Paula Modersohn-Becker nach ihrer Ausbildung in Berlin hauptsächlich lebte und arbeitete. Weitere Literatur gilt Personen aus dem Umfeld der Künstlerin – ihrem Ehemann, dem Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865–1943), Rainer Maria Rilke (1875–1926), mit dem sie befreundet war, oder auch ihrem Förderer, dem Unternehmer Ludwig Roselius (1874–1943).

Wir danken Wolfgang und Ulrike Werner und der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung für ihre großzügige Unterstützung beim Aufbau dieses thematischen Schwerpunktes der Bibliothek.  

 

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Die Bibliothek dankt ihren Förderern

Schenkung Dr. Thomas Lersch

Dr. Thomas Lersch, der von 1970 bis 1999 Leiter der Erwerbung der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte war, hat nach einer umfangreichen Schenkung im Jahr 2006 erneut Teile seiner Privatbibliothek an das DFK Paris abgegeben. 

Dr. Lersch promovierte 1965 an der Universität München über die Grabkapelle der Valois in Saint Denis. Seine Forschungen gelten auch der Wissenschaftsgeschichte, darunter den deutschen Kunsthistorikern Julius von Schlosser, Franz Roh und zuletzt Franz Dülberg. Deutsche Dissertationen des frühen 20. Jahrhunderts, Quellenschriften sowie Literatur zur Kunsttheorie und Akademiegeschichte machten den Hauptteil der ersten Schenkung aus. In diesem Jahr standen Dada und Surrealismus im Vordergrund – begrüßt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des neuen Forschungsschwerpunktes Kunsthandels des Surrealismus, Galerien, Sammlungen und Netzwerke, dem sich das DFK Paris in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou, der Universität Leipzig und der Université Paris Ouest widmet. Den Rara-Bestand erweitern unter anderem Paris-Guiden des späten 18. und 19. Jahrhunderts. 

Das DFK Paris dankt Dr. Lersch für seine langjährige Treue und ehrt ihn für sein außergewöhnliches Engagement beim Aufbau der Bibliothek mit der Aufnahme auf die Stiftertafel »Förderer des Deutschen Forums für Kunstgeschichte«.

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Schenkung Prof. Dr. Hans Ottomeyer

Im Dezember 2015 wurden 110 Ressourcen – hauptsächlich Ausstellungs- und Bestandskataloge deutscher Museen sowie Literatur zum Kunsthandwerk – aus einer Schenkung von Prof. Dr. Hans Ottomeyer in die Bibliothek aufgenommen. Prof. Ottomeyer, ehemals Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin ist dem DFK Paris durch seine wissenschaftliche Leitung des Projektes Wissenschaftliche Bearbeitung des Palais Beauharnais verbunden. Zum Dank für seine Schenkung haben wir ihn in die Liste der Förderer der Bibliothek aufgenommen.