Fold3 - Holocaust Collection

Die Sammlung dokumentiert in Zusammenarbeit mit den National Archives und des United States Holocaust Memorial Museum die Rückführung des persönlichen Besitzes von Juden, der von den Nazis während des Holocaust beschlagnahmt wurde; Aufzeichnungen aus den Konzentrationslagern einschl. administrativer Berichte, Daten zu Gefangenen, Freilassungen und Todesfälle sowie Protokolle aus Kriegsverbrecher-Prozessen; Hintergründe zu jedem Lager, eine Karte, eine Chronologie der Ereignisse, und eine Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse und Untersuchungsberichte zur Kontrolle deutscher Auslandsvermögen während des 2. Weltkriegs und zur Kriegsfinanzierung.

Zu den insgesamt 31 Datenbanken der Holocaust Collection gehören unter anderem:

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Marburg Central Collecting Point, 1945-1949
Tages-Protokolle, Korrespondenz und Berichte dokumentieren die alltäglichen Aktivitäten der Marburger Zentralen Sammelstelle für Raubkunst. Die meisten stammen von der deutschen Firma Foto-Marburg, die der Universität Marburg angegliedert war und Fotos von Kulturgütern herstellte, die von den Zentralen Sammelstellen der USA in der amerikanischen Zone bearbeitet wurden. Besitzregister der Kunstwerke in der Marburger Sammelstelle für Raubkunst, Karteikarten mit Benennung von Materialien, vermutlichem Eigentümer, Thema, Künstler, Abmessungen und Beschreibung des Kunstwerks, soweit möglich mit Fotos. Die Registerkarten sind geordnet nach Material-Art und nach Kartennummer. Das Marburger Register wurde zwischen 1945 und 1948 der Sammelstelle Wiesbaden überlassen.

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Munich Central Collecting Point, 1945-1951
Daten sind unterteilt in 5 Datenreihen:  - Verwaltungsunterlagen, 1945-1951;  - Unterlagen zu Herausgabeansprüchen, 1945-1951;   - Tätigkeitsberichte und verwandte Datensätze, 1945-1950;  - Aufzeichnungen zum Zustand von Denkmälern, Museen, Archiven, 1945-1949;   - Forschungsunterlagen für die Rückerstattung (Listen konfiszierter Kunstwerke, Verhörprotokolle, usw.) 1945-1950              

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Offenbach Archival Depot,
1946-1951

Daten sind unterteilt in 4 Datenreihen:  - Verwaltungsunterlagen, 1945-1949;  Rückerstattung kurtureller Objekte und Aufbewahrung, 1946-1951, Korrespondenz im Zusammenhang mit Rückgabeansprüchen, 1946-1950; Monatsberichte von März 1946 bis August 1947, mit zahlreichen Anlagen wie Grundrisse, Organisationsdiagramme, personelle Veränderungen, Besucher und Listen von Bibliothekssammlungen, die das Depot-Personal im jeweiligen Zeitraum sortiert und ermittelt hat. In Offenbach war eine 1945 von den USA gegründete zentrale Sammelstelle für Raubkunst, um von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke zu retten und aufzubewahren sowie Rückgabe-Ansprüche zu untersuchen. Die Offenbacher Sammelstelle war in erster Linie jüdischen religiösen Gegenständen, Büchern und Archiven gewidmet. Sie bearbeitete mehr als 2 Millionen Objekte während der vier Jahre ihres Betriebs. Fotos in dieser Sammlung enthalten Exlibris (geordnet nach dem Nachnamen der Eigentümer) und Eigentums-Kennzeichnungen sowie Stempel geraubter Bücher, nach Ländern sortiert.

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): OMGUS Headquarters Records, 1938-1951
Datensätze über die Aktivitäten der Sektion "Monuments, Fine Arts and Archives" (MFAA), Abteilung für Denkmalschutz, in der US-Besatzungszone: Korrespondenz, Memos, Berichte, Karteien über Kulturdenkmäler und sonstige Unterlagen über eine Vielzahl von kunstbezogenen Themen, insbesondere Informationen über die Deutschen Programme zu Bildender Kunst, den Zustand der deutschen Denkmäler und Museen, die Planung des Programms "Denkmäler und Bildende Kunst" in der Besatzungszone und über deutsche Kunstraub-Aktivitäten während des Krieges.                                                             

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Selected Microfilm Reproductions and Related Records, 1945-1949
Dokumente zu Herausgabeansprüchen aus ausgewählten Akten der zentralen Sammelstellen für Raubkunst, sowie zahlreiche andere Dokumente und Manuskripte, die vorübergehend in der Obhut des U.S. State Department waren, u.a. lateinische Manuskripte, an Okinawa zurück gegebene Unterlagen, einschließlich der  Genealogien der königlichen Familie von den Ryukyu-Inseln aus dem 17.-19. Jahrhundert, sowie eine Liste von Objekten, die in Berliner Depots lagerten.

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Wiesbaden Central Collecting Point, 1945-1952
Die Wiesbadener Zentrale Sammelstelle für Raubkunst beherbergte hauptsächlich im Besitz von Deutschen befindliches, der Rückgabe unterliegendes Material und Objekte. Die Einträge in diesem Abschnitt beziehen sich auf die Tätigkeiten der Zentralen Sammelstelle während ihres Betriebszeitraumes 1945-1952. Sie sind unterteilt in 4 Datenreihen und beinhalten Verwaltungsunterlagen, Tätigkeitsberichte, Unterlagen zu Herausgabeansprüchen und Zustandsberichte der Museen in Berlin und Hessen.

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Wiesbaden Central Collecting Point, 1945-1952
Dieser Abschnitt der Wiesbadener "Ardelia Hall Collection" enthält klassifizierte Fotografien, teilweise mit Untertiteln. Es sind Aufnahmen naturhistorischer Präparate und Kulturgüter wie Menoras und Keramiken, sowie von Mitarbeitern des Bereichs  einschließlich Tischlern, Konservatoren, Elektrikern, Fotografen und Sekretärinnen bei ihrer Arbeit. Auch gibt es Aufnahmen verschiedener Ausstellungsstücke, die sich in der Wiesbadener Sammelstelle befanden. Die Fotos sind numerisch geordnet.

Records Concerning the Central Collecting Points ("Ardelia Hall Collection"): Wiesbaden Central Collecting Point, 1945-1952
Die Wiesbadener Zentrale Sammelstelle für Raubkunst fertigte Besitzregister (Property Cards) an, um die Bewegung und Verteilung der geraubten Kunstobjekte aus der Nazizeit zu dokumentieren. Sie beinhalten Daten zu Überführungen, Eigentumsübertragungen und Rückgaben bzw. Entschädigungen. Die Karteien sind unterteilt nach Art der Kunstwerke und Karteinummern, es werden Bücher, Kunstwerke und andere Objekte beschrieben und die mutmasslichen Eigentümer benannt.

Microfilm Copies of Reports from the Mediterranean and European Theaters of Operations Received from the Allied Military Government, 1943-1946
Berichte mit Informationen über private Kunstsammlungen sowie Auszüge aus Karteien über Kriegsschäden, Kunst-Plünderungen (Raubkunst) und Auktionen. Die Daten enthalten Vorschläge für den Schutz beschädigter Kultureinrichtungen, Informationen zu beschädigten Städten und Institutionen sowie Namen europäischer Kunst-Experten

ERR (Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg) Card File and Related Photographs, 1940-1945
Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) war eine Organisation der NSDAP (grob übersetzt als Rosenberg's Special Taskforce), gegründet 1940 unter der Leitung von Alfred Rosenberg. Er beschlagnahmte ausgewiesene Kulturschätze und private Kunstsammlungen in von den Nazionalsozialisten besetzten Gebieten. Mit Sitz in Berlin wurde die ERR zur obersten Rauborganisation der NSDAP für Kulturgüter aus den besetzten Ländern während des Zweiten Weltkrieges. (Die Datenbanken beinhalten vom ERR erstellte Listen sowie Kartei-Karten mit Beschreibungen und Fotos der geraubten Kunstwerke.)

Records of the Monuments, Fine Arts, and Archives (MFAA) Section of the Preparations and Restitution Branch, OMGUS, 1945-1951
Die MFAA überführte von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke und Artefakte aus verschiedenen Lagern und verschickte die Objekte zu einer der vier Zentralen U.S.-Sammelstellen. Für die Erforschung von Rückgabe-Ansprüchen sammelten die Offiziere der MFAA Geheimdienstberichte, Verhöre, beschlagnahmte Dokumente und allgemeine Informationen über Deutsche Kunst-Plünderungen.                                                      

Records of the American Commission for the Protection and Salvage of Artistic and Historical Monuments in War Areas (The Roberts Commission), 1943-1946
Datensätze enthalten Informationen über Kunstraub, Schäden an kulturellen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten während des zweiten Weltkrieges und Maßnahmen, die zum Schutz und zur Rückgabe des Vermögens nach dem Krieg ergriffen wurden. Sie stammen von textuellen Datensätzen, Luftbildern und Karten sowie anderen Fotos. Die Kommission, im Volksmund Roberts Commission genannt, bestand aus sieben Ausschüssen.

Records of the Reparations and Restitutions Branch of the U.S. Allied Commission for Austria (USACA) Section, 1945-1950
Diese Dokumente bestehen aus Rückforderungen, Listen der Rückforderungen, Quittungen, Beschreibungen von Kunstschätzen und sonstigen Aufzeichnungen. Sie sind alphabetisch nach Ländern geordnet. Die meisten Kläger waren Einzelpersonen, aber auch Organisationen, Unternehmen und Regierungen reklamierten ihre Ansprüche. Die Dokumente zu den Rückforderungen können Korrespondenz, Quittungen und Materialien enthalten, die während der Untersuchung des Rückforderungs-Anspruches herausgefunden oder erstellt wurden. Es sind auch innerbetriebliche Aufzeichnungen der Abteilung "Reparations and Restitutions Branch" in der Sammlung enthalten.

 

Erworben von der Max Weber Stiftung!