Thomas Kirchner

Prof. Dr. Thomas Kirchner

Direktor

Vita

Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Bonn, Berlin und Paris. Promotion an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität mit einer Arbeit zu »L’expression des passions. Ausdruck als Darstellungsproblem in der französischen Kunst und Kunsttheorie des 17. und 18. Jahrhunderts«. Nach Tätigkeiten im Museums- und Ausstellungsbereich Assistenz am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. 1993–1995 Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Habilitation an der Freien Universität Berlin mit einer Untersuchung zu »Der epische Held. Historienmalerei und Kunstpolitik im Frankreich des 17. Jahrhunderts«. Nach Vertretungsprofessuren in Berlin und Frankfurt am Main  1999 Ruf auf den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2002 Wechsel auf den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2011/12 Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles. Gastprofessuren an europäischen und nordamerikanischen Universitäten. Mitgliedschaften in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten. Seit dem 1. Februar 2014 Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte (Max Weber Stiftung).

Mitgliedschaften

  • seit 2017        Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der École du Louvre, Paris

  •                        Mitglied des Verwaltungsrates der Fondation Hartung-Bergman

  • seit 2015        Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Institut National d’Histoire de l’Art, Paris 

  •                        Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der vom Institut National d’Histoire de l’Art herausgegebenen Zeitschrift ‚Perspective'

  •                        Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Publikationsplattform der Max Weber Stiftung ‚perspectivia.net‘

  •                        Redaktionsmitglied der von der Association des Professeurs d'Archéologie et d'Histoire de l'Art des Universités (APAHAU) herausgegebenen Zeitschrift ‚Histoire de l’art’

  • seit 2014         Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg

  • seit 2013         Mitglied der Wissenschaftlichen Beirats des ERC-Projekts ‚LeXArt. Words for Art. The Rise of a Terminology in Europe (1600-1750)’

  • seit 2009         Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Internet-Rezensionsjournals ‚sehepunkte’

  • seit 2008         Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Reihe ‚Théorie de l‘art à l‘époque moderne‘, Brepols Publishers, Turnhout

  • 2007-2011      Jurymitglied des Prix Marianne Roland Michel

  • 2006-2013      Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris, seit 2009 dessen stellvertretender Vorsitzender

  • 2006-2007      Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des interdisziplinären Zentrums zur Erforschung der Frühen Neuzeit (ZFN) der Goethe-Universität Frankfurt am Main, von 2007-2010 dessen geschäftsführender Direktor

  • seit 2003         Mitglied des Internationalen Netzwerkes Kunstgeschichte, Mitglied des Vorstandes

  • 2003-2014      Vorstandsmitglied der Benvenuto Cellini Gesellschaft (Verein der Freunde und Förderer des Kunstgeschichtlichen Institutes der Goethe-Universität Frankfurt am Main

  • 2000-2006      Vorstandsmitglied des Heidelberger Kunstvereins
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DFK-Projekte

Online-Projekte

  • Joachim von Sandrart, Teutsche Academie der Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste, Wissenschaftlich kommentierte Online-Edition, hrsg. gemeinsam mit Alessandro Nova, Carsten Blüm, Anna Schreurs und Thorsten Wübbena, 2008–2012

 

Selbständige Veröffentlichungen

  • L’expression des passions. Ausdruck als Darstellungsproblem in der französischen Kunst und Kunsttheorie des 17. und 18. Jahrhunderts, Mainz 1991 (= Berliner Schriften zur Kunst, Bd. 1).
  • Der epische Held. Historienmalerei und Kunstpolitik im Frankreich des 17. Jahrhunderts, München 2001, französische Ausgabe: Le héros épique. Peinture d’histoire et politique artistique dans la France du XVIIe siècle, Paris 2008 (Passages/Passagen, Bd. 20).
  • ‘Les reines de Perse aux pieds d’Alexandre’ de Charles Le Brun. Tableau-manifeste de l’art français du XVIIe siècle, Paris 2013.

Herausgeberschaft

  • Geschichte und Ästhetik. Festschrift für Werner Busch zum 60. Geburtstag,  München/Berlin 2005 (hrsg. gemeinsam mit Margit Kern und Hubertus Kohle). 
  • Joachim von Sandrart, Teutsche Academie der Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste, Wissenschaftlich kommentierte Online-Edition, hrsg. gemeinsam mit Alessandro Nova, Carsten Blüm, Anna Schreurs und Thorsten Wübbena, 2008–2012

Artikel

  • Begriffliche und stilistisch-typologische Einordnung der Gründerzeitbebauung Bad Honnefs und ihre Entstehungsbedingungen, in: Bad Honnef. Stadtentwicklung und Stadtstruktur, Köln 1979 (= Arbeitsheft 26 des Landeskonservators Rheinland), S. 23–44 (gemeinsam mit Barbara Schellewald).
  • A.R. Penck – Kann Kunst noch Wissenschaft sein?, in: Kat. Ausst. A.R. Penck, Berlin (Nationalgalerie Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) 1988, S. 89–93.
  • Biografie A.R. Penck, in: Kat. Ausst. A.R. Penck, Berlin (Nationalgalerie Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) 1988, S. 10–69 (gemeinsam mit Lucius Grisebach und Jürgen Schweinebraden).
  • Neue Themen – Neue Kunst? Zu einem Versuch, die französische Historienmalerei zu refor-mieren, in: Historienmalerei in Europa. Paradigmen in Form, Funktion und Ideologie, hrsg. von Ekkehard Mai und Anke Repp-Eckert, Mainz 1990, S. 107–119.
  • Physiognomie als Zeichen. Die Rezeption von Charles Le Bruns Mensch-Tier-Vergleichen um 1800, in: Frankreich 1800. Gesellschaft, Kultur, Mentalitäten, hrsg. von Gudrun Gers-mann und Hubertus Kohle, Stuttgart 1990, S. 34–48.
  • Pierre-Paul Prud’hons »La Justice et la Vengeance divine poursuivant le Crime« – Mahnender Appell und ästhetischer Genuß, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Bd. 60, 1991, S. 541–575.
  • Das Modell Akademie. Die Gründung der Akademie der Künste und mechanischen Wissen-schaften, in: Kat. Ausst. »Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen«, Berlin (Akademie der Künste und Hochschule der Künste) 1996, S. 25–29; und die meisten Katalognummern dieser Abteilung, ebd., S. 30–46.
  • Paradigma der Gegenwärtigkeit. Schlachtenmalerei als Gattung ohne Genrekonventionen, in: Bilder der Macht. Macht der Bilder. Zeitgeschichte in Darstellungen des 19. Jahrhunderts, hrsg. von Stefan Germer und Michael F. Zimmermann, München/Berlin 1997 (= Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, Bd. 12), S. 107–124.
  • Chodowiecki, Lavater und die Physiognomiedebatte in Berlin, in: Daniel Chodowiecki (1726–1801). Kupferstecher, Illustrator, Kaufmann, hrsg. von Ernst Hinrichs und Klaus Zernack, Tübingen 1997 (= Wolfenbütteler Studien zur Aufklärung, Bd. 22), S. 101–142.
  • La nécessité d’une hiérarchie des genres, in: La naissance de la théorie de l’art en France. 1640–1720, hrsg. von Stefan Germer und Christian Michel, Paris 1997 (= Revue esthétique, Bd. 31/32, 1997), S. 186–196.
  • Facetten der Historie. Konzepte von Geschichte und ihre Darstellungsformen, in: Kunst/Ge-schichte. Zwischen historischer Reflexion und ästhetischer Distanz, hrsg. von Götz Pochat und Brigitte Wagner, Graz 2000 (= Kunsthistorisches Jahrbuch Graz, Bd. 27), S. 27–39.
  • Religion als Thema der Historienmalerei, in: Künste und Natur in Diskursen der Frühen Neuzeit, hrsg. von Hartmut Laufhütte, Wiesbaden 2000 (= Wolfenbütteler Arbeiten zur Barock-Forschung, Bd. 35), S. 535–548.
  • Kunst im Dienste des Fürsten. Der Transfer eines kunstpolitischen Konzepts von Paris nach Berlin, in: Jenseits der Grenzen. Französische und deutsche Kunst vom Ancien Régime bis zur Gegenwart. Thomas W. Gaehtgens zum 60. Geburtstag, hrsg. von Uwe Fleckner, Martin Schieder und Michael F. Zimmermann, Bd. 1, Inszenierungen der Dynastien, Köln 2000, S. 67–83.
  • Französische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter, H. 7/8, 2001, S. 5-22, wiederabgedruckt in: Kunsthistorische Arbeitsblätter, H. 5/6, 2006, S. 55–72.
  • »Observons le monde«. La réalité sociale dans la peinture française du XVIIIe siècle, in: L’art et les normes sociales au XVIIIe siècle, hrsg. von Thomas W. Gaehtgens, Christian Michel, Daniel Rabreau und Martin Schieder, Paris 2001 (= Passages/Passagen, Bd. 2), S. 367–381.
  • Allégorie et abstraction: le crédo artistique de Pierre-Paul Prud’hon, in: Pierre-Paul Prud’hon. Actes du colloque organisé au musée du Louvre par le Service culturel le 17 novembre 1997, hrsg. von Sylvain Laveissière, Paris 2001, S. 147–176.
  • »De l’usage des passions«. Zum Verhältnis der Emotionen bei Künstler, Kunstwerk und Betrachter, in: Pathos, Affekt und Gefühl. Die Emotionen in den Künsten, hrsg. von Klaus Herding und Bernhard Stumpfhaus, Berlin/New York 2004, S. 357–377.
  • Authentizität und Fiktion: Zur Inszenierung von Geschichte und Zeitgeschehen in der Kunst der Neuzeit, in: Geschichtsdarstellungen. Medien – Methoden – Strategien, hrsg. von Vittoria Borsò und Christoph Kann, Köln/Weimar/Wien 2004 (= Europäische Geschichtsdarstellun-gen, Bd. 6), S. 215–225.
  • Antoine Watteau, die akademische Kunst und die Moderne, in: Geschichte und Ästhetik. Festschrift für Werner Busch zum 60. Geburtstag, hrsg. von Margit Kern, Thomas Kirchner und Hubertus Kohle, München/Berlin 2005, S. 107–120.
  • Die Lesbarkeit der Bilder. Paul Fréart de Chantelou und das Schreiben über Kunstwerke im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Das Tagebuch des Paul Fréart de Chantelou über den Aufenthalt Gianlorenzo Berninis am Hof Ludwigs XIV., hrsg. von Pablo Schneider und Philipp Zitzlsperger, Berlin 2006, S. 376-396.
  • Kunstgeschichte. »[...] in völkischem Geiste betätigt […]«, in: Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus, hrsg. von Wolfgang U. Eckart, Volker Sellin und Eike Wolgast, Heidelberg 2006, S. 517–528.
  • Franz Xaver Messerschmidt und die Konstruktion des Ausdrucks, in: Kat. Ausst.  Die phantastischen Köpfe des Franz Xaver Messerschmidt, hrsg. von Mareike Bückling, Frankfurt am Main (Liebieghaus Skulpturensammlung), München 2006, S. 266–281.
  • Simon Vouets gescheiterter Versuch, eine neue französische Kunst zu begründen, in: Von Kunst und Temperament. Festschrift für Eberhard König, hrsg. von Caroline Zöhl und Mara Hofmann, Turnhout 2007, S. 131–142.
  • »[…] le chef d’œuvre d’un muet […]« – der Blick der bildenden Kunst auf die Affekte, in: Wie sich Gefühle Ausdruck verschaffen. Emotionen im Nahblick, hrsg. von Klaus Herding und Antje Krause-Wahl, Taunusstein 2007, S. 189–210.
  • Richelieu et son usage programmatique de l’art. L’image du cardinal dans le décor de ses résidences, in: Richelieu patron des arts, hrsg. von Jean-Claude Boyer, Barbara Gaehtgens und Bénédicte Gady, Paris 2009, S. 251–272.
  • Between Academism and its Critics: Leonardo da Vinci’s ‚Traité de la peinture and Eighteenth-Century French Art Theory, in: Re-Reading Leonardo. The »Treatise on Painting« across Europe, 1550–1900,  hrsg. von Claire Farago, Surrey 2009, S: 299–324.
  • Frankfurt und der Aufbruch in die Ungegenständlichkeit, in: Das »neue« Frankfurt. Innovationen in der Frankfurter Kunst vom Mittelalter bis heute, hrsg. von Christian Freigang, Markus Dauss und Evelyn Brockhoff, Frankfurt/Wiesbaden 2010 (Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 72), S. 74–86.
  • Die Galerie als Erlebnisraum von Geschichte. Französische Galerien und ihre Ausstattungen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in: Europäische Galeriebauten. Galleries in a Comparative European Perspective (1400–1800), hrsg. von Christina Strunck und Elisabeth Kieven, München 2010 (Römische Studien der Bibliotheca Hertziana, Bd. 29), S. 339–350.
  • Historienmalerei, in: Handbuch der politische Ikonographie, hrsg. von Uwe Fleckner, Martin Warnke, und Hendrik Ziegler, Bd. 1, München 2011,  S. 505–512.
  • La recherche germanophone sur l’art français du XVIIe siècle, in: XVIIe siècle, Nr. 254, 2012, S. 43–50.
  • Programmbilder in Konkurrenz: Jacques-Louis Davids »Brutus« und das Erbe des Ancien Régime, in: Kat. Ausst. Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770−1820, Frankfurt am Main (Städel Museum), München 2013, S. 168–177, und die Katalognummern zur französischen und deutschen Kunst, ebd., S. 178–198.
  • Ausdruckstheorien von der Antike bis zum 18. Jahrhundert, in: Tronies. Das Gesicht in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Dagmar Hirschfelder und León Krempel, Berlin 2014, S. 11–24.
  • L’espace du paysage comme moyen d’expression politique dans la peinture française du XVIIe siècle, in: Papers on French Seventeenth Century Literature, Bd. 41, Nr. 80, 2014, S. 37-63
  • Landschaftsmalerei und politische Souveränität. Zu einem Bildtypus des französischen 17. Jahrhunderts, in: Entdeckung der Ferne. Natur und Wissenschaft in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, hrsg. von Ulrike Gehring, Paderborn 2014, S. 203-223
  • Postface, in: Conférences de l‘Académie royale de peinture et de sculpture, hrsg. von Jacqueline Lichtenstein und Christian Michel, Bd. VI, 3, Paris 2015, S. 1320-1322
  • Karoline Luise von Baden und die zeitgenössische französische Malerei. Der Versuch einer Annäherung, in: Aufgeklärter Kunstdiskurs und höfische Sammelpraxis. Karoline Luise von Baden im europäischen Kontext, hrsg. von Christoph Frank und Wolfgang Zimmermann in Verbindung mit Holger Jacob-Friesen und Pia Müller-Tamm, Berlin 2015, S. 180-187
  • Joachim von Sandrarts heimliches Vorbild Frankreich: Die Vita des Charles Le Brun, in: Aus aller Herren Länder. Die Künstler der ‚Teutschen Academie‘ von Joachim von Sandrart, hrsg. von Susanne Meurer. Anna Schreurs-Moret und Lucia Simonato, Turnhout 2015, S. 331-341
  • Stefan Germer und das 17. Jahrhundert / Stefan Germer et le XVIIe siècle, in: Régards croisés, Nr. 3, 2015 (http://www.revue-regards-croises.org/français/numéros/no-3-2015/) S. 19-23 / S. 25-29
  • Bilder im Konflikt. Positionen der französischen Porträtmalerei im 17. Jahrhundert, in: Das Porträt als kulturelle Praxis, hrsg. von Eva-Bettina Krems und Sigrid Ruby, Berlin 2016, S. 19-31
  • ‚L’Histoire d’Alexandre par Charles Le Brun’: entre art et panégyrique, in: Kat. Ausst. Charles Le Brun. 1619-1690, hrsg. von Bénédicte Gady und Nicolas Milovanovic, Lens (Musée du Louvre Lens), Lens/Paris 2016, S. 26-33
  • Moïse, l’Ancien Testament et la théorie de l’art en France, in: Moïse. Figures d’un prophète, hrsg. von Colette Nativel und Matthieu Somon (im Druck)

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Kirchner, Direktor des DFK Paris

Prof. Dr. Thomas Kirchner

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