Palais Beauharnais - Förderprojekte

Förderprojekte

2016 - Förderung einer wissenschaftlichen Monographie

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. förderte zusammen mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris die Herausgabe der ersten kunsthistorischen Monographie über das Palais Beauharnais, die zur Rentrée 2016 in französischer und englischer Sprache bei Flammarion und in der deutschen Fassung bei Wasmuth erschienen ist. Herausgegeben von Jörg Ebeling und Ulrich Leben, ist dieser Band das Ergebnis des Projektes »Wissenschaftliche Bearbeitung des Palais Beauharnais«, in dem seit 2002 im Auftrag der deutschen Botschaft am DFK Paris Baugeschichte, Innenausstattung und Sammlungsgeschichte des Palais Beauharnais, der Residenz des deutschen Botschafters, erforscht werden.

Jörg Ebeling, Ulrich Leben (Hg.), Ein Meisterwerk des Empire. Das Palais Beauharnais in Paris, Residenz des deutschen Botschafters, Tübingen: Wasmuth Verlag 2016 [ISBN 978-3-8030-0814-5]

Jörg Ebeling et Ulrich Leben (éd.), Le style Empire : l'hôtel de Beauharnais à Paris. La résidence de l’ambassadeur d’Allemagne, Paris : Flammarion 2016 [ISBN 978-2-0813-3306-2]

Jörg Ebeling u. Ulrich Leben (Ed.), Empire Style: The Hôtel de Beauharnais in Paris. The German Ambassador’s Residence in Paris, Paris : Flammarion, 2016 [978-2-08-020272-7; 978-2-08-139249-6]

Grid image

2015 - Ankauf eines Gueridons für das Vestibül im Erdgeschoß des Palais Beauharnais

Im Jahr 2015 konnten die historischen Sammlungen des Palais Beauharnais durch einen Gueridon bereichert werden, den die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. für die Ausstattung des unteren Vestibüls auf dem Pariser Kunstmarkt erstand. Das Modell des dem Ebenisten François-Honoré-Georges Jacob-Desmalter (1770-1841) zugeschriebenen Gueridons entspricht den Formen der Zeit des Konsulats und damit der Zeit der Ausstattung des Palais für Eugène de Beauharnais. Dies ist die größte bekannte Version des Modells, von dem drei weitere Varianten bekannt sind: Derselbe Tisch mit kleinerem Durchmesser wurde um 1805 für die Appartements von Caroline Murat (1803-1878) in den Elysée-Palast geliefert, ein anderes Exemplar mit kleinerem Durchmesser wurde für das türkische Boudoir von Joséphine in Fontainebleau geliefert und ein viertes Exemplar, dessen Tischplatte Einlegearbeiten von Francesco Belloni (1772-1832) zeigt, ist aus dem Pariser Kunsthandel bekannt.

Grid image

2013 - Ankauf der Skizzen für die Vier Jahreszeiten-Gemälde

Höhepunkt der herausragenden Raumausstattungen aus der Zeit Napoleons, die die Jahrhunderte überdauert haben und denen das Haus 1955 die Auszeichnung als historisches Denkmal („Monument historique“) verdankt, ist der Salon der Vier Jahreszeiten im Zentrum der Beletage. Im Frühjahr 2013 konnten die originalen Jahreszeiten-Skizzen aus einer deutschen Privatsammlung für die Sammlung des Palais Beauharnais durch die Rudolf-August Oetker Stiftung und die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. erworben werden. Der Erwerb der Skizzen markierte den Beginn der umfassenden Restaurierungskampagne des Jahreszeiten-Salons, ein gleichermaßen französisches wie auch deutsches Patrimoine. Durchgeführt durch die Deutsche Botschaft Paris in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris und der französischen Denkmalpflege wurden die Arbeiten im Herbst 2016 abgeschlossen. Seit ihrem ersten Auftauchen 1984 auf dem Pariser Kunstmarkt hat die Kunstgeschichte versucht, diese Skizzen und die nach ihnen ausgeführten Werke zwei berühmten Malern der Zeit zuzuschreiben: Anne-Louis Girodet-Trioson und Pierre-Paul Prud’hon, die durch vergleichbare Darstellungen bekannt sind. Mit François Pascal Simon Gérard führt die anerkannte Forscherin zur Malerei des frühen 19. Jahrhunderts Sidonie Lemeux-Fraitot einen nicht weniger berühmten Maler in die Diskussion ein, der nicht nur bei der Kaiserin Joséphine und ihrem Sohn gleichermaßen in Gunst gestanden habe, sondern dessen Technik und Stil auch dem der Skizzen entspreche.

2013 - Finanzierung der Restaurierung der Fensterläden im Musiksalon

Die Anlage eines Musiksalons in der ersten Etage des Palais Beauharnais liegt in der Vorliebe des Prinzen Eugène für die Gesangskunst wie auch seine Begeisterung für das Klavierspiel begründet. Neben den großformatigen Wandgemälden mit den Darstellungen der Musen Erato (Personifikation der Musik), Terpsichore (Tanz), Urania (Malerei) und Klio (Literatur), den Pilastern mit Blumen, Vögeln und den Medaillons mit Profilbildnissen der homini illustri, darunter die Maler und Dichter Ossian, Raffael, Michelangelo, Homer, Vergil oder auch Rousseau sind auch Türen und Fensterläden aufwendig bemalt und in die ikonographische Konzeption des Musiksalon eingebunden. Die Restaurierung der auf den Innenseiten der Fenster angebrachten und mit Arrangements von Blasinstrumenten bemalten Fensterblenden wurde 2013 mit der finanziellen Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. realisiert.

2011 - Ankauf eines Teppichs für die Bibliothek

Anlässlich der Restaurierung der Bibliothek des Prinzen Eugène im Erdgeschoss der Residenz mit Mitteln des Bundes im Jahr 2010 stiftete die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. die Wiederherstellung des auf historischen Vorlagen basierenden Teppichs gemäß den Beschreibungen im Inventar von 1817. Die Beschreibung « tapis de moquette à caissons et rosaces camaïeux gris » weist auf einen dichtgewebten, kurzflorigen Teppich hin, der in unterschiedlichen Kassettenmuster mit Rosetten in den Jahren 1805-1808 auch in anderen napoleonischen Palästen verwendet wurde. Ein Dokument in dem Album der Firma Hamot in den Archiven des Mobilier national in Paris zeigt einen Teppich in reinen Grautönen gemäß den Beschreibungen im Verkaufsinventar von 1817 (siehe Abbildung). In Grüntönen mit Schwarz wurde dasselbe Muster zur Zeit des Empire für einen Teppich im Salon des Aides de Camp Kaiser Napoleons im Schloss von Fontainebleau verwendet, der 1995 nachgewebt wurde. Wie auch in der Bibliothek des Prinzen Eugènes bedeckte ein solcher Teppich in vielen Schlössern den gesamten Raum, für die protokollarischen Belange der Botschaft wurde die Anfertigung eines nur den Mittelraum bedeckenden Teppichs beschlossen. Wir danken den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Mobilier national für ihre Unterstützung bei diesem Projekt, das im Jahr 2011 zusammen mit der Firma Flipo Jules realisiert wurde.

Grid image

 

 

2010 - Förderung der Botschaftsbroschüre zum Palais Beauharnais

In 2010 finanzierte die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. eine neue 64-seitige Broschüre „Das Palais Beauharnais. Residenz des deutschen Botschafters“, die ausschließlich in der Botschaft erhältlich ist. Verfasst von Jörg Ebeling und Ulrich Leben, erschien die Broschüre in Deutsch und Französisch als „Hors serie“ bei den Editions Faton.

Jörg Ebeling und Ulrich Leben, Das Palais Beauharnais, Residenz des deutschen Botschafters, Editions Faton 2010.

Jörg Ebeling et Ulrich Leben, L’Hôtel de Beauharnais, résidence de l’Ambassadeur d‘Allemagne, Editions Faton 2010.

Grid image
Grid image

2009 - Restaurierung des Kirschsalons

Der Kirschsalon (Salon Cerise) ist der wichtigste Kreuzungspunkt in der Raumfolge der offiziellen Festräume im oberen Stockwerk des Palais Beauharnais. Gelegen auf der Gartenseiten zwischen dem Salon der Vier Jahreszeiten, dem Musiksalon und dem Paradeschlafzimmer des Prinzen Eugène, erhielt der Raum in einer von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais. e.V. finanzierten Restaurierungskampagne seine „kirschrote“ textile Ausstattung zurück, beschrieben im Inventar, das anlässlich des Verkaufs des Hauses durch den Prinzen Eugène de Beauharnais an den preußischen König Friedrich-Wilhelm II. im Jahre 1817 aufgestellt wurde.

Die Restaurierung des Salon Cerise wurde dank der Unterstützung der Unternehmen Bayer France, Robert Bosch GmbH, Deutsche Bahn AG, EADS, Mercedes-Benz France und SAP AG, Mitglieder der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V., im Jahre 2009 durchgeführt.

 

2008 - Ankauf zweier Sitzbänke für das Vestibül

Im Inventar von 1817 wurden im Vestibül im Erdgeschoss drei Sitzbänke inventarisiert, ohne Material oder Polsterung näher zu beschreiben („Trois Banquettes"). Mit Wollsamt oder mit Pferdehaar bezogene Sitzbänke gehörten zur Standardeinrichtung von Vorhalle und Vestibül eines jeden Pariser Stadtpalais. Zwei Sitzbänke aus der Zeit um 1805-1810, die auf Grund der ähnlichen Drechselung der Balusterbeine mit Esszimmerstühlen von 1807 im Schloss von Compiègne Jacob-Desmalter zugeschrieben werden, wurden 2008 von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. für die Sammlungen des Palais Beauharnais auf dem Kunstmarkt angekauft [Inv. 2008-1; 2008-2].

Grid image
Grid image

2007 -  Restaurierung des Badezimmers

Das Cabinet de bain des Prinzen Eugène ist der herausragende Höhepunkt eines jeden Besuches im Palais Beauharnais. Die Kombination der hier verwendeten Techniken des Luxushandwerks, wie der farbige Marmorboden, die verspiegelten Wände und die figurativ bemalten Decken machen den Raum zu einer der kostbarsten, heute noch am Entstehungsort erhaltenen Innenausstattungen der Zeit um 1805 in Europa. Die von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Palais Beauharnais e.V. finanzierten Restaurierungsarbeiten im Badezimmer umfassten neben der Sicherung des Marmorfußbodens, der vom Mozaisten Francesco Belloni (1772-ca.1845) angefertigt wurde, die Wiederherstellung der Blumenwannen und die Restaurierung des einzigartigen Sessels, der heute dem berühmten Tischler Jacob zugeschrieben wird, sowie den Ankauf einer neuen Lampe.