Passagen Band 52

Harry Graf Kessler

Porträt eines europäischen Kulturvermittlers

Julia Drost und Alexandre Kostka (Hg.)

Sprache der Publikation: Deutsch, Englisch, Französisch

Das Wirken Harry Graf Kesslers (1868–1937) für die bildende Kunst seiner Zeit ist kaum zu überschätzen. Auguste Rodin, Henry van de Velde, Aristide Maillol, Paul Signac oder Maurice Denis zählten zu Kesslers engen Bekannten. Den Kunsthändlern Paul Durand-Ruel, Ambroise Vollard und Eugène Druet stand er beratend zur Seite, wenn es im Kaiserreich Ausstellungen mit Werken der französischen Moderne zu organisieren oder Gemäldeverkäufe zu vermitteln galt.

Der Band beschäftigt sich erstmals dezidiert mit den Fragen, wie Kessler das für seine Zeit herausragende Interesse für die Kunst entdeckte und aus welchen literarischen, kulturellen und philosophischen Quellen sich seine vielfältigen Kenntnisse speisten. Seine rege Sammeltätigkeit vor allem der Neoimpressionisten und der Kunst der Nabis sowie das bedeutende Engagement als Mäzen, insbesondere für Aristide Maillol und Henry van de Velde bilden weitere Schwerpunkte der Beiträge. Dabei werden Kesslers Einsatz für die Gründung des Deutschen Künstlerbundes, seine kulturpolitischen Bemühungen in der Weimarer Republik und die intensive Auseinandersetzung mit den darstellenden Künsten der Belle Époque berücksichtigt.

Deutsch/Englisch/Französisch – mit Beiträgen von Bernard Banoun, Ursel Berger, Beatrice von Bismarck, Éric Darragon, Julia Drost, Béatrice Joyeux-Prunel, Alexandre Kostka, Catherine Krahmer, Kristina Kratz-Kessemeier, Antoinette Le Normand-Romain, Laird McLeod Easton, Priska Schmückle von Minckwitz 

 

Rezension:

  • Paul Mellenthin, in: Études germaniques 71, Oktober-Dezember 2016, S. 698-700.
Berlin/Munich
2015
ISBN 978-3-422-07318-0
48,00 €
Coverabbildung »Harry Graf Kessler«

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