Juliette Bessette

Juliette Bessette, M.A.

Sorbonne Université / Centre André Chastel (September 2019 – Dezember 2020)

Dissertationsprojekt: Les arts et les nouveaux médias (XXe–XXIe siècle) : le tournant des années 1960-1970

Vita

  • Sorbonne Université, Centre André Chastel, PhD-Kandidate (2016-2021)
  • Ecole du Louvre (2012-2016)

Stipendien

  • 2022 : Daniel Arasse Research Stipendium, École Française de Rome / Académie de France à Rome
  • 2021 : "Mission Recherche", Amis du Centre Pompidou
  • 2021 : Terra Summer Residency Fellowship, Terra Foundation for American Art
  • 2019-2020: DFK Jahresthema, “Die Künste und die neuen Medien”
  • 2017: Visiting Scholar, Yale Center for British Art

Forschungsschwerpunkt

Die Wende der Jahre 1960–1970: Welche Zukunft hat die Kunst für den erweiterten Menschen?

 

In den Jahren 1960–1970 interessierte sich ein in den Vereinigten Staaten tätiger intellektueller und künstlerischer Kreis für die Auswirkungen der neuen Medientechnologien auf das künstlerische Schaffen. Auf der Grundlage der Nachkriegsarbeiten zur mathematischen Informationstheorie (Shannon), Kybernetik (Wiener), Erweiterung des Menschen durch Medien (McLuhan) und Globalisierung (Buckminster Fuller) fassten diese Denker die Zukunft der Kunst durch das Prisma zweier paralleler Entwicklungen ins Auge: einerseits einer Neubestimmung der Funktion von Kunst in der Massen- und Informationsgesellschaft und andererseits der etwaigen Mutation des Menschen durch seine Anpassung an das neue technowissenschaftliche Umfeld. Die Möglichkeiten einer Erweiterung des Menschen durch die neuen Medientechnologien ebnen den Weg zu beispiellosen sinnlich-psychischen Erlebnissen, wie sie etwa Stan Vanderbeek im Movie Drome bietet. Über die neuen Medien hätte die Kunst die Möglichkeit, sich in einem steten Fluss in der Umgebung zu verbreiten, bis sie ganz und gar mit dieser verschmilzt. Eine Ausdehnung des Tätigkeitsgebiets des Künstlers in die soziale Sphäre hinein zeichnet sich ab: Anhand von Dispositiven aus dem künstlerischen Feld könnte eine gemeinschaftliche Wahrnehmung der menschlichen Umgebung gestaltet und ein neues kollektives Bewusstsein konfiguriert werden, das seinerseits Rückwirkungen ideologischer Art haben könnte. Alternative Kunstformen für alternative Formen künftigen sozialen Handelns?

 

Kontakt

jbess

Juliette Bessette , M.A.