Kooperationen

Penser l’art dans la seconde moitié du XVIIIe siècle

Théorie, critique, philosophie, histoire

Christian Michel und Carl Magnusson (Hg.)

Sprache der Publikation : Französisch

In der zweiten Hälfte des 18. Jh. bilden sich Kunstdiskurse heraus, deren Echo noch lange nachhallen sollte. In Frankreich entstand die Kunstdebatte ab dem 17. Jh. um die Königliche Akademie für Bildhauerei und Malerei (Académie royale de peinture et de sculpture) herum und beruhte hauptsächlich auf der Erfahrung der Werke und der Hervorhebung ihrer Qualitäten und Schwächen. Sie sollte den Zugang zur Kunst über die Entdeckung ihrer internen Regeln erleichtern. Nun dringen neue Akteure in die Debatte, die die Entstehungsart der Werke nicht mehr als zentral erachten. Die Philosophen hinterfragen die Gültigkeit des ästhetischen Urteils, die Kunstkritiker die von den Werken erzeugte Wirkung und die Historiker die Ursachen für die Weiterentwicklung und den Niedergang der Kunst über die Jahrhunderte hinweg. Die Diskurse vervielfältigen sich, nähren sich gegenseitig und gehen ineinander über. Diskutiert werden der Ursprung der Kunst, ihre Finalität, die Mittel, sie weiterzuentwickeln usw. Die daraus entstehenden Diskussionen und die herangezogenen Erklärungsschemata entsprechen mehrheitlich nicht mehr den heutigen Überzeugungen, doch haben sie – im guten wie im schlechten Sinne – für eine Vielzahl von Ansätzen den Weg geöffnet. Diese werden noch heute verwendet und machen aus dem Objekt Kunst ein gemeinsames Anliegen von Forschern und Publikum. Die Beiträge in diesem Band zeugen vom überbordenden Intellekt, der für das Jahrhundert des Abtes Du Bos, von Diderot und von Winckelmann so kennzeichnend ist.

Couverture "Penser l’art dans la seconde moitié du XVIIIe siècle"

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