Passagen Band 13

In die Freiheit geworfen

Positionen zur deutsch-französischen Kunstgeschichte nach 1945

Martin Schieder und Isabelle Ewig (Hg.)

Sprache der Publikation: Deutsch und Französisch

Deutsch

Wo stand die Kunst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Diese Frage wird in Deutschland und in Frankreich häufig gestellt, doch um sie zu beantworten, wählt man selten eine bilaterale Perspektive. Der Band bietet einen Einblick in die deutsch-französischen Kunstbeziehungen nach 1945, die von kontroverser Diskussion, aber auch von dem Bestreben eines neuerlichen kulturellen Austauschs geprägt waren. Erstmals untersuchen Historiker und Kunsthistoriker beider Länder ein bisher weitgehend unbekanntes Kapitel der gemeinsamen Kunstgeschichte. Aragon forderte, Watteaus berühmtes Gemälde Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint, das einst Friedrich der Große erworben hatte, als »Blutgeld« an Frankreich auszuliefern – ein Zeugnis für kulturpolitisch sensible Standpunkte. Gleichzeitig wurde Cézanne in Deutschland als Übervater der Moderne, in Frankreich Klee als Wegbereiter der Abstraktion bewundert. Während die Rückkehr von Max Ernst aus dem amerikanischen Exil hier wie dort zunächst kaum registriert wurde, feierte die Pariser Avantgarde den deutschen Emigranten Wols.

Mit einem Vorwort von Thomas W. Gaehtgens

Deutsch/Französisch – mit Beiträgen von Mathilde Arnoux, Sophie Collombat, Laurence Bertrand Dorléac, Isabelle Ewig, Thomas W. Gaehtgens, Ulrike Goeschen, Antje von Graevenitz, Lucius Grisebach, Philipp Gutbrod, Ulrich Lappenküper, Christa Lichtenstern, Harald Kimpel, Friederike Kitschen, Guitemie Maldonado, Nicolaj von der Meulen,  Aymone Nicolas,  Harriet Weber-Schäfer, Martin Schieder und  Christoph Zuschlag

 

Rezensionen:

Französisch

Berlin
2006
ISBN 978-3-05-004182-7
49,95 €
eBook (PDF) (2014)
Coverabbildung »In die Freiheit geworfen«

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