Anja Katharina Frisch

Anja Katharina Frisch

Stipendiatin

Vita

Anja Katharina Frisch studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihren Master in Kunstgeschichte schloss sie 2018 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab. Seit 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Kunstgeschichte des Mittelalters an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Rahmen ihres Dissertationsprojekts erforscht sie die Funktion und Adaption der spätmittelalterlichen englischen Alabasterskulptur auf dem Kontinent. Ihr Vorhaben wurde von der Böckler-Mare-Balticum-Stiftung und NAWA PROM gefördert.

Forschungsschwerpunkt

Im Rahmen meines Dissertationsprojekts „Die spätmittelalterliche englische Alabasterskulptur im transnationalen Kontext. Funktion, Adaption und Rezeption vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert“ werden Funktion und Adaption der spätmittelalterlichen englischen Alabasterskulptur auf dem Kontinent untersucht. Die von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts in den englischen Midlands größtenteils seriell hergestellten Skulpturen, Reliefs und Retabel wurden vielfach nach Kontinentaleuropa exportiert.  Während in England ein Großteil der Werke infolge der Reformation zerstört wurde, verhält sich dies auf dem Kontinent anders. Hier befinden sich sowohl in den katholischen als auch in den von Lutheranern dominierten Gebieten in zahlreichen Kirchen englische Alabasterskulpturen und Retabel, die eine Erforschung ihrer funktionellen Aspekte ermöglichen. Darüber hinaus liegt das Augenmerk auf den unterschiedlichen Adaptionsweisen der exportierten Retabel und Skulpturen – ein Forschungsthema, dessen Potential erst jüngst erkannt wurde. Frankreich ist für das Dissertationsvorhaben von besonderer Relevanz, da sich dort eine sehr hohe Anzahl spätmittelalterlicher englischer Alabasterwerke erhalten hat. Zudem befinden sich einige Objekte noch an ihren ursprünglichen Standorten in den Kirchen, sodass sie im Hinblick auf den historischen, lokalen und räumlich-liturgischen Kontext erforscht werden können.

Kontakt

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