Jahresthema 16/17

Die Kunst in Frankreich im transkulturellen Kontext

Die Kunst in Frankreich im transkulturellen Kontext

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris widmet sein Jahresthema 2016/17 den Verbindungen der Kunst in Frankreich mit derjenigen anderer Weltregionen. Frankreich war immer schon ein Kreuzungspunkt unterschiedlicher Kulturen. Von der Kunstgeschichte eingehend untersucht sind die Beziehungen mit seinen Nachbarländern, insbesondere Italien, Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Im Mittelpunkt des Jahresthemas sollen hingegen die Interaktionen mit Regionen anderer Kontinente, vorrangig Afrika, Lateinamerika und Asien, stehen. Auch wenn der Austausch, in den die Kunst in Frankreich eingebunden war, nicht unabhängig zu denken ist von der französischen Kolonialpolitik, die seit dem 16. Jahrhundert mit wechselndem Erfolg das Ziel verfolgte, dem Land eine Großmachtstellung zu verleihen, so  will sich das Jahresthema explizit nicht auf Projekte beschränken, die sich innerhalb der Grenzen des französischen Kolonialreiches bewegen. Desgleichen gilt es, den Blick immer auch über Paris hinaus zu lenken, um weitere Schauplätze transregionaler Begegnungen jenseits der »Hauptstadt des 19. Jahrhunderts« zu berücksichtigen. Der zeitliche Fokus soll auf dem 19. und 20. Jahrhundert liegen.

Das Jahresthema wird geleitet von Thomas Kirchner (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris) und

Elvan Zabunyan (Université Rennes 2)

Die Stipendiaten und Stipendiatinnen und ihre Forschungsthemen

  • Emilie Goudal, docteure : D'une France à l'Autre: les collections d'art françaises repères/ Repair des relations Algérie-France?
  • Hanna Holtz, doctorante : Sammeln - Austellen - Publizieren. Außereuropäische Objekte im Dialog von Surrealismus und Ethnologie in der Zwischenkriegszeit in Paris.
  • Laura Karp-Lugo, docteure : L'art latino-américain à l'épreuve de la réception française (1855-1937).
  • Judith Rottenburg, doctorante : Die Verhandlung von Négritude, "Hybridität" und Universalismen in den 1950er Jahren: Papa Ibra Tall, Iba N'Diaye und Christian Lattier als Wegbereiter einer postkolonialen Kunst Afrikas in Paris.
  • David Sadighian, doctorant : Global Paris : Beaux-Arts Design and Networks of Internationalism between Imperial France and the Pan-American World, 1867-1932.
  • Nicolas Schaub, docteur : L’illusion d’un territoire. La Société coloniale des artistes français et l’Afrique du Nord entre 1907 et 1935.
  • Marine Schütz, docteure : Postcolonial pop ? Inflexions globales dans la Figuration narrative (1960-1977).
  • Devika Singh, docteure : Les artistes indiens en France des années 1920 à 1970. Mobilités, appropriations et espace universel.
  • Annabela Tournon, doctorante : Pour une histoire connectée des conceptualismes en France.

 

 

 

 

 

 

 

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