Die Künste und die neuen Medien (20.-21. Jahrhundert)

Die Künste und die neuen Medien (20.-21. Jahrhundert)

Im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts hat die Verbreitung von Fotografie, Film, Video oder digitalen Inhalten unsere Vorstellungswelten nachhaltig verändert und die Künste und deren Theorie befruchtet. Das Aufeinandertreffen neuer Techniken und Bildverfahren bestimmte unser Verhältnis zur Wirklichkeit neu und brachte bis dahin unbekannte Ausdrucksformen und künstlerische Genres hervor. Das Jahresthema 2019/20 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris widmet sich der Befragung dieser Rückkoppelungen und untersucht den Dialog und die bisweilen konfliktreichen Auseinandersetzungen, die durch die Konfrontation der Künste mit den neuen Medien ausgelöst wurden. Wie schreiben sich neue Produktionstechniken von Bildern und Tönen in die überlieferten Formen und Modi des Ausdrucks ein? Wie gehen sie mit den etablierten Kunstarten zwischen Malerei, Skulptur, Druckgraphik und Musik um? Wie hat diese Gleichzeitigkeit von tradierten Kunstformen und technischen Innovationen unsere visuelle Kultur neu konfiguriert und neue Wege einer Intermedialität eröffnet?


Nachdem diese Fragen für das Verhältnis der Fotografie zu den Bildenden Künsten des 19. Jahrhunderts bereits eingehend diskutiert worden sind, drängen sie sich nun auch für die nachfolgenden Medien, insbesondere für Film, Video und computergenerierte Bilder, auf. Dabei will das Jahresthema über die Betrachtung der Anpassung neuer Technologien an die bereits erprobten künstlerischen Praktiken hinausgehen und jegliche Formen des Austausches, der Widerstände sowie Umprägungen der Künste, der ästhetischen Theorien und Bildkulturen im 20. und 21. Jahrhundert in den Blick nehmen.

Eine Forscher/-innengruppe am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris soll dieses Thema erarbeiten. Dazu vergibt das DFK Paris zum 1. September 2019 mehrere Forschungsstipendien (Dauer: 12 Monate). Interessent/-innen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Kunstgeschichte oder anderer fachnaher Disziplinen (Doktorand/-innen und Postdocs), die zum ausgeschriebenen Thema forschen, sind eingeladen, sich mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Publikationsliste, Empfehlungsschreiben der betreuenden Dozenten) sowie einer Projektskizze (max. 3 Seiten, dazu Zeitplan und Literaturverzeichnis) bis zum 15. April 2019 zu bewerben (die Zu- und Absagen werden bis zum 1. Mai 2019 versandt). Die Forscher/-innengruppe wird begleitet von Thomas Kirchner (DFK Paris) und André Gunthert (EHESS).

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris nimmt überdies gern auch Bewerbungen entgegen, die außerhalb des Jahresthemas liegen und mit den weiteren Forschungsschwerpunkten des Instituts korrespondieren. Konferenzsprachen sind deutsch, französisch und englisch. Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache werden vorausgesetzt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form in einem Dokument (nicht größer als 10 MB) an:

stipendien@dfk-paris.org.

Weitere Informationen

 

 

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Kontakt
Prof. Dr. Thomas Kirchner, Direktor des DFK Paris

Prof. Dr. Thomas Kirchner

Direktor
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Wissenschaftliche Assistentin
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